Hotel Sercotel Posada del Lucero Sevilla, Seville.
HOTEL
POSADA DEL LUCERO
Sevilla Siglo XVI
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POSADA DEL LUCERO HOTEL
Almirante Apodaca 7
41003 Sevilla (SPAIN)
Tlf: 95 450 24 80
Fax: 95 422 54 20

info@imgposadadellucero.com
 
       
  ARCHITEKTUR

Es handelt sich um das einzige existierende Landhaus in der Umgebung aus dem 16. Jahrhundert, das zum Gut von kulturellem Interesse und nationalem kunsthistorischem Monument deklariert worden ist.

Das Gebäude ist von ethnologischem und architektonischen Wert. Es wurde viel Wert darauf gelegt, die Originalelemente der ursprünglichen Bauweise zu erhalten. Dabei hat man die Restaurierungsarbeiten mit einer Studie traditioneller Elemente und avantgardistischer Einflüsse kombiniert.

Die Posada verfügt über drei Höfe unterschiedlicher Konfigurationen.

Der erste Hof liegt hinter der Diele im Eingangsbereich, wo sich auch die Rezeption mit Kacheln aus dem 18. Jahrhundert befindet. Weiterhin gibt es ein Schutzdach in Würfelform, das im Eingangsrahmen integriert wurde.

Die Wiederaufbereitung der Säulensockel konnte erst nach diversen Grabungen stattfinden, da die Sockel begraben waren. Die Markierung der ursprünglichen Straβe aus dem Jahr 2003 kann man sehen. Im Laufe der Geschichte ist die Straβenebene angestiegen, von daher der Unterschied.

Die Bögen aus dem ersten Stock konnten ebenfalls wieder zum Einsatz kommen. Sie waren von einer Zigelfabrik und der Existenz kleiner Balkons verdeckt. Auf diese Weise kann man die Galerie in ihrem Originalzustand bewundern.

Im zweiten Hof befanden sich die ehemaligen Stallungen. Hier wurde alles in den Originalzustand zurückversetzt. Die Hölzer der Ställe wurden durch Spezialholz für Auβenbereiche ersetzt. Die Zimmer befinden sich hinter einer Holzfassade, wo sich die Türen und Fenster befinden.

In Zimmer b9 konnte der Bogen wieder aufgearbeitet werden, und man erkennt die einfachen Ziegeln. Der Bogen der Stallungen schafft eine Abfolge von Bögen und Tiefen, typisch für diesen architektonischen Stil der Gasthäuser, und bildet einen speziellen Lichteinfall für die ehemaligen Transportmittel aus jener Zeit, die hier durchfuhren. Die Posada war ein Gasthaus für Reisende und Transporteure, sie diente als Lager und Ruhestätte für Pferde und Kutschen. In der Stadt war dies bis in die 90er Jahre üblich.

Der dritte Innenhof “San Felipe” wird vom Hof der Stallungen durch eine Art “Kiste” aus Glas und Stahl getrennt. Die “Kiste” dient als Verbindungs- und Trennungsglied gleichermaβen. Ebenso ist sie als Kommunikationspunkt anzusehen, und die ausgewählten Elemente begleiten auf dem Weg in den dritten Hof.

Im Innenhof San Felipe wurde ein Brunnen mit Kacheln aus dem 18. Jahrhundert errichtet, der sie in Wasser taucht und den typischen plätschernden Klang des Wassers aus der Mudejar-Architektur erzeugt. Der Bereich wird von einer Mauer mit konvergenten Einbuchtungen beherrscht, die das Bild der Treppe etwas sanfter erscheinen läβt und gleichzeitig die Nacht ähnlich wie eine Laterne erhellt. Der Hof wurde mit einer Art Überdachung bestückt, die das gleiche Design wie das Geländer der Galerie aufweist. Auf diese Weise erinnert sie an eine Holzjalousie.

Vom Dach des Innenhofs San Felipe aus kann man die Originalziegel der Posada sehen, die mit Kupfer und traditionellen Ziegeln bestückt sind. Ebenfalls sieht man den Aufriss der Zimmer des ersten Innenhofes, die sozusagen über den Ziegeln “laufen”.

Die Überdachung des ersten Hofes wurde mit groβen Überdächern zum Schutz des Wetters gestaltet. In diesem Bereich befindet sich der Wassertrog aus Glas. Von hier aus kann man das komplette Dach der Posada überblicken, wie die Kirchen San Pedro oder Santa Catalina, Beispiele für die Mudejar-Architektur und den sevillanischen Barock. Letztere ist die Älteste Moschee der Stadt.

Der “guadarnés” ist der Bereich, wo die Gegenstände und Elemente der Fuhrwagen und Pferde aufbewahrt wurden. Heute wurden hier Salons und Bars eingerichtet. Die Löcher wurden wie groβe “Kugelfenster” aus Stahl gestaltet. Die Dachbalken sind aufbereitete Originalbalken, die mit chemischen Mitteln gegen den Verfall behandelt wurden. In einem dieser Bereiche wurde die Originaleingangstür der Posada aufgestellt, da sie nicht mehr eingesetzt werden konnte. Nun kann man sie als antikes Objekt betrachten und sehen, wie ihr die Jahre zugesetzt haben. Es wurde speziell mit der Beleuchtung gearbeitet. Man hat Designerlampen eingesetzt und spielt mit der indirekten Beleuchtung.

Die gesamte Beleuchtung der Posada wurde so gestaltet, dass wechselnde Ambientes erzielt werden, gedämpftes Licht herrscht. Aus diesem Grund gibt es auch Fuβbodenbeleuchtung und Wandlampen.

In der Posada kann man sozusagen durch die Geschichte wandeln, gleichzeitig wurde versucht, aktuelle Bedingungen zu schaffen. Deshalb wurden speziell “antike” Materialien eingesetzt, traditioneller Kalk aufgetragen und angerostetes Eisen bei den Schreinerarbeiten eingesetzt. Auch das verleiht einen

avantgardistischen Aspekt. Das dunkle Holz vom Nussbaum wurde, ebenso wie alle übrigen Balken, original übernommen und aufgearbeitet, um es in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Die Fassade war ein besonders strittiger Punkt des Projektes, sowohl bei der Studie, als auch beim Antrag in den öffentlichen Ämtern. Wir haben stets Hilfe über die Kulturkommission von Andalusien erhalten, um die ablehnende Haltung der Stadt anzugehen.
Die Originalfassade wurde in ihrem Originalzustand erhalten, allerdings mit Stahlelementen versehen. Auch die Fensterposten wurden mit dem Material bestückt. Die derzeitige Hotelfassade ist die Vereinigung von drei Grundstücken, der Originalfassade im aktuellen Zustand, und dem Bereich “charnela”, der die alte Fassade vereint und mit den angrenzenden Gebäuden verbindet. Auf diese Weise reicht der Bau bis auf die Calle Almirante Apodaca, die dort seit 1910 ein freies Grundstück aufwies.

 Der Bereich “charnela” besteht aus Stahllamellen, die an das alte Gerichtsgebäude anschlieβen. Heute ist dort das Städtische Zeitungsarchiv untergebracht, mit einer ähnlichen Aufteilung, wie damals. Dabei wird der nötige Platz bestimmt, den man für den neuen Hoteleingang und das Ein- und Ausladen der Reisenden benötigt.

 Die “Stahlkiste”, die den Sockel ausmacht, verweist auf den neuen Zugang, indem man diesen Bereich erneut über die Auβendiele betritt, wo sich eine groβe Glastür befindet, die ins Innere führt. “Die Kiste” wurde entworfen, um die Originaleingangstür der Posada zum Einsatz zu bringen. Diese konnte allerdings nicht weiter verwertet werden und musste durch eine Nachbildung ersetzt werden. Das Original befindet sich im Hotelsalon.

 Ganze drei Jahre hat man für die Renovierungsarbeiten benötigt, um ein sinnbildliches Gebäude in Sevilla wieder zum Strahlen zu bringen. Mit diesem Projekt will man die Funktionen des 16. Jahrhunderts und der heutigen Zeit aufzeigen und lehren. Aus diesem Grund hoffe ich, dass Ihnen unsere Aufarbeitung gefallen wird, die wir mit viel Liebe und groβem Einsatz vollendet haben. Auf dass unser Hotel noch vier weitere Jahrhunderte überstehen wird.

 
     

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